Rechtsanwalt Dr. jur. Ulrich Walter Stoklossa - Rechtsanwalt/Anwalt - Fachanwalt für Arbeitsrecht - Fachanwalt für Versicherungsrecht - Fachanwalt für Familienrecht -Würzburg, Aschaffenburg, Marktheidenfeld
Rechtsanwalt Dr. jur. Ulrich Walter Stoklossa  - Rechtsanwalt/Anwalt- Fachanwalt für Arbeitsrecht- Fachanwalt für Versicherungsrecht- Fachanwalt für Familienrecht  -Würzburg, Aschaffenburg, Marktheidenfeld   

Rechtsanwalt Bank-und Kapitalmarktrecht, Aschaffenburg

Unsere Anwaltskanzlei ist seit mehr als 1 ½ Jahrzehnten umfangreich in den Bereichen des Bank- und Kapitalmarktrechts bzw. des Bank- und Kapitalanlagerechts tätig.

 

Herr Rechtsanwalt Dr. Ulrich Walter Stoklossa bearbeitet daher für Mandantinnen und Mandanten seit vielen Jahren bei Rechtsfälle des Bank- und Kapitalanlagerechts bzw. des Kapitalmarktrechts sowie auch bei Fällen des allgemeinen Bankrechts.

 

Der Kanzleiinhaber bearbeitet diese Rechtsfälle auch deshalb besonders engagiert und fachkundig, weil er vor dem Studium eine Berufsausbildung als Bankkaufmann absolviert hatte und damit über praktische Berufserfahrungen auf dem betreffenden Gebiet verfügt. Ferner war er nach dem Studium, bevor er als selbständiger Rechtsanwalt tätig wurde, zunächst als Mitarbeiter der Firmenkreditabteilung eines Kreditinstituts tätig gewesen ist. Bei der Bearbeitung in unserer Kanzlei überwiegen die Fälle des Kapitalanlagerechts bzw. des Kapitalmarktrechts, darunter insbesondere die Fälle des „grauen Kapitalmarkts“.

 

Wann ist ein Beratungsgespräch bei einem fachlich qualifizierten Anwalt aus Anlass einer problematischen Kapitalanlage zu empfehlen?

 

Die Frage, zu welchem Anlass oder zu welchem Zeitpunkt im Bereich des Kapitalanlagerechts vom Mandanten ein qualifizierter anwaltlicher Rat wahrgenommen werden sollte, kann im Allgemeinen so beantwortet werden:

 

Ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt mit besonderen bankrechtlichen Kenntnissen oder Kenntnissen des Kapitalanlagerechts ist dann sinnvoll, wenn die ökonomischen Versprechen oder Zusagen des Prospektherausgebers, der Prospektverantwortlichen, der Gründer, der „Hintermänner“, siehe dazu BGH, Urt. v. 21.09.2012, XI ZR 344/11, oder der Berater nicht erfüllt werden. Ferner auch dann, wenn Fehler oder Unterlassungen des Mittelverwendungskontrolleurs vorliegen können, oder aber, wenn Tatsachen erkennbar werden, die darauf hindeuten, dass in absehbarer Zukunft die diversen Zusagen oder die für den Kapitalanleger und seine Entscheidung wesentliche Beschreibungen nicht mehr erreicht oder erfüllt werden können.

 

Diese Zusagen können sich aus dem Prospekt ergeben oder aus den Mitteilungen des Beraters zu dem "Produkt", z. B.  zu Ertragsprognosen, Geschäftsplänen, Risikoeinstufungen, Veräußerbarkeit, Rückführung des Kapitals oder Nachschusspflichten. Vielfach sieht die Rechtsprechung zu diesem sehr frühen Augenblick der erstmaligen Verfehlung der Zusagen und Ziele bereits ein Anlaufen der Verjährungsfrist als gegeben an. Abweichend kann dies bei der Vermögensverwaltung geregelt sein, weil diese kontinuierliche Beratungs- und Betreuungspflichten begründet. Als Geschädigter hat man dann in manchen Fällen nur noch drei Jahre Zeit, um den Anspruch gerichtlich geltend zu machen und nicht durch eine evtl. eintretende Verjährung zu verlieren. Seit dem 01.06.2012 ergeben sich die gesetzlichen Anspruchsgrundlagen der Prospekthaftung maßgeblich aus den Vorschriften des VermAnlG (Vermögensanlagengesetz).

 

In welcher Situation ist ein anwaltliches Beratungsgespräch wegen Problemen im Bereich des Bankrechts zu empfehlen?

 

Im Bereich des Bankrechts liegt der sinnvolle Zeitpunkt zur Beratung durch einen qualifizierten Anwalt für Bankrecht normalerweise dann vor, wenn der Mandant vermuten muss, entweder bei Bankgeschäften einen fremd verschuldeten Vermögensschaden erlitten zu haben, nichtberechtigten Forderungen infolge der Zeichnung der Anlage ausgesetzt zu sein, oder aber wenn die wirtschaftlichen Versprechen zur Rendite, Sicherheit, Emissions- und Platzierungskosten, nachhaltiger Wertentwicklung, Verfügbarkeit, Veräußerbarkeit (Fungibilität) der Anlage nicht erfüllt werden.

 

Man sollte dabei das Augenmerk auch auf den Zeitpunkt richten, in welchem die Nichterfüllung ökonomischer Versprechen erstmals halbwegs sicher erkennbar geworden ist und der Schaden bereits bezifferbar ist, weil ab diesem Zeitpunkt der Anlauf der Verjährungsfrist für diesen betreffenden Umstand normalerweise beginnt. Bei dieser Frage spielt natürlich auch der Anlagezweck eine gewisse Rolle (z. B. ist bei einer langfristigen Anlage nicht schon bei einem ersten Nachgeben des Kurses ein Anlageschaden vorhanden).

 

In einer ganzen Reihe von Fällen wird eine Korrespondenz bzw. Geschäftstätigkeit mit dem Berater oder Vermittler, der Anlagegesellschaft oder der Bank erforderlich sein. Wenn dann die Korrespondenz keine tragbaren Ergebnisse hervorbringt, empfiehlt sich in zahlreichen Fällen ein gerichtliches Klageverfahren.

 

Beratungssituation in einer Bank; Eine Beratung findet heute zumeist unter Zuhilfenahme eines PC oder Laptops statt

Wann, bzw. ab welchem Zeitpunkt kann es empfehlenswert sein, als Geschädigter oder als Rechtssuchender einen eigenen Anspruch zu verfolgen bzw. durchzusetzen?

 

Bei mitunter ungünstig konzipierten, teilweise schlecht geführten und deswegen wohl auch öfters ertragsschwachen oder finanzschwachen Kapitalanlagegesellschaften oder Fonds ist es normalerweise nicht sinnvoll, als Geschädigter mit der Anspruchsverfolgung sehr lange abzuwarten, weil diese Gesellschaften manchmal in Insolvenz geraten können, wenn erst eine größere Anzahl von Anlegern angefangen hat, Ansprüche gegen die Gesellschaft geltend zu machen. Oftmals wird für den Fall des Austritts einer größeren Anzahl von Gesellschaftern nach Ablauf der Anlagedauer seitens des Managements in fahrlässiger Weise keine ausreichende Vorsorge für eine absehbar erforderliche und anlegergerechte Kapitalrückführung an die Investoren getroffen. Manchmal gibt es im Vertragswerk dann leider auch Rücknahmeverweigerungsrechte der Anlagegesellschaft in besonderen Fällen, auf die nach der neueren BGH- Rechtsprechung immer hingewiesen werden muss, siehe Urt. d. BGH v. 29.04.2014, XI ZR 477/12, sowohl im Prospekt wie auch bei der Beratung durch einen Kapitalanlageberater oder eine Bank. Ein fehlender Hinweis darauf kann Schadenersatzansprüche aus fehlerhafter Beratung oder Prospekthaftung auslösen.

 

Viele Kapitalanlagen, vor allem Beteiligungen an einer stillen Gesellschaft, eigenen sich wegen der starken Fokussierung auf steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten zumeist nur für Anleger mit hohem Grenzsteuersatz bei der Einkommenssteuer. Von zahlreichen Finanzvertrieben werden solche Anlagen aber leider vielfach auch an einfache Arbeitnehmer oder Rentner mit geringem Grenzsteuersatz vermittelt. Daraus entstehen für diese Anleger mit geringen Grenzsteuersätzen oftmals eine extrem renditeschwache oder zumeist sogar verlustträchtige Kapitalanlage. Auch ist zu bedenken, dass ein ungünstiger wirtschaftlicher Verlauf bei den Fonds, die zu Abschreibungszwecken aufgelegt worden sind, fast immer auch geplant sein dürfte, um den Anlegern aus steuerlichen Gründen Verlustzuweisungen zukommen zu lassen. Ein Anleger mit geringem Grenzsteuersatz und geringer Steuerabschreibung ist dann praktisch von vorne herein immer der „Verlierer“ bei einer solchen Kapitalanlage. Hier sollte sich der Anleger bzw. der Interessent der Kapitalanlage   die Renditeprognosen im Prospekt vor dem Vertragsschluss immer sehr genau ansehen und gegebenenfalls auch die einzelnen Angaben beim Vertrieb hinterfragen. Dient die Anlage dem Zweck der Steuerersparnis durch Verlustzuweisungen, sollte der Anleger sich immer im Klaren darüber sein, dass er über einen längeren Zeitraum, möglichst über den gesamten Zeitraum der Anlagedauer, einen hohen Grenzsteuersatz haben sollte.

 

Wird eine im Prospekt versprochene Rendite z. B. zu einem bestimmten Zeitpunkt erstmalig deutlich verfehlt, kann bereits wegen des möglicherweise daraus folgenden Schadenersatzanspruchs eine Verjährung der Ansprüche des Anlegers bereits anlaufen. Man sollte dann unbedingt vermeiden, dies über 3 Jahre hinweg hinzunehmen, weil dann bereits eine Verjährung gemäß den §§ 195, 199 BGB im Hinblick auf diesen Umstand eintreten kann. Nur wenn es neue eigenständig haftungsbegründende Handlungen der Berater oder der Anlagegesellschaft gibt, kann eine Verjährung auch später anlaufen. Auch die Bonität bzw. Zahlungsfähigkeit einer maroden Gesellschaft kann in der Praxis Probleme bereiten. Wird beispielsweise eine Gesellschaft von mehreren hundert Kapitalanlegern verklagt, muss die Gesellschaft selber für Anwaltsgebühren des eigenen Anwalts teilweise Millionenbeträge zahlen können oder wenigstens vorschießen können. Ein solcher Umstand kann unter Umständen das Ende einer zuvor bereits liquiditäts- oder kapitalschwachen Gesellschaft beschleunigen. Teilweise kann eine solche Anspruchswelle für sog. Prospektverantwortliche, mitunter natürliche Personen, also „Privatpersonen“, sehr bedrohlich sein und manchmal zu einer Überschuldung führen, wenn diese selbst keine D & O Versicherung, vereinfacht gesagt, Managerberufshaftpflichtversicherung, welche in manchen Aspekten auch einer Rechtschutzversicherung ähnelt, haben oder keine Berufshaftpflichtversicherung für das Beratungsrisiko in Kapitalanlagesachen haben. Sinnvoll ist es in den meisten Fällen, man wartet als Geschädigter in einer Kapitalanlagesache nicht so lange ab, bis der Vermögensverfall der Gesellschaft, der Gesellschafter, der Initiatoren oder der Prospektverantwortlichen droht.

 

Welche Rechtsgebiete des Bankrechts und des Kapitalanlagerechts werden überwiegend in der Kanzlei bearbeitet?

 

-Ansprüche aus Prospekthaftung

-Fehlerhafte, nicht anlegergerechte Anlageberatung (Falschberatung)

-Überhöhte Emissions- und Platzierungskosten

-Kapitalanlagebetrug, Schneeballsysteme

-Arrestverfahren zur Anspruchssicherung des Anlegers

-Ansprüche aus missglücktem Anteils- und Fondskauf

-Kauf geschlossener und offener Fondsanteile

-Erwerb stiller Beteiligungen, Nachschusspflichten

-Verluste bei Geldanlage durch fehlende oder zu geringe Risikostreuung

-Schäden aus gewerblicher Vermögensverwaltung 

-Verschwiegene Kick-Back-Zahlungen und Rückvergütungen

-Rückabwicklung von Beteiligungen

-Widerrufsangelegenheiten nach dem Verbraucherkreditgesetz

-Unwirksame Mitverpflichtungen bei Krediten

-Bürgschaftsrecht, Inanspruchnahme aus Bürgschaften

-Kreditsicherungsrecht (Sicherungsübereignungen, Zessionen etc.)

-Aktionärsrechte, Auskunftsrechte, Stimmrechte

-Vorfälligkeitsentschädigungen

-Schuldenregelungen bei Ehescheidungen

-Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber dem Insolvenzverwalter

-Hypotheken- und Grundschuldrecht, Darlehensbesicherung

-Ansprüche und Verpflichtungen aus Scheck- und Wechselrecht

 

Mit der vorstehenden Aufzählung ist nur ein Teil der verschiedenen Angelegenheiten im Bank- und Kapitalanlagerecht/Kapitalmarktrecht beschrieben.

 

Bearbeitungsschwerpunkte in der Kanzlei:

 

In der Kanzlei werden vorwiegend Fälle des „grauen Kapitalmarkts“ bearbeitet, aber auch Fälle des Bankrechts sind nicht selten in Bearbeitung. Vertreten werden von der Kanzlei überwiegend private Kapitalanleger, Anlagevermittler und in Einzelfällen auch Banken. Zu den Kosten einer Bearbeitung von Angelegenheiten des Bank- und Kapitalmarkts gibt es die Unterseite "Gebühren/Rechtsschutzversicherung" und die Seite "Gebühren", die über die Kopfzeile der Homepage angewählt werden kann.

 

Erste Wahrnehmung eines Beratungsgesprächs als Erstberatung in der Kanzlei:

 

Mandanten, die über keine Rechtsschutzversicherung verfügen, haben mitunter den Wunsch, eine eigene und eventuell problembehaftete Kapitalanlage oder ein besonderes Rechtsproblem im Bankrecht ohne dass bereits die gesetzlichen Gebühren, d. h. streitwertabhängiger Anwaltsgebühren veranlasst werden, daraufhin zu überprüfen, ob ein eigener Anspruch oder eine Rechtsverletzung vorliegt und Schadenersatzansprüche bestehen können. Die Kanzlei kommt diesem verständlichen Anliegen von Mandanten in den meisten Fällen entgegen, sofern der Mandant nicht rechtsschutzversichert ist. Nach entsprechender Absprache kann dann mit einem reduzierten Erstberatungshonorar von 95,00 € zzgl. MwSt. statt der gesetzlichen max. 190,00 € zzgl. MwSt. nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) abgerechnet werden. Eine sog. Erstberatung ist nach den Vorschriften des RVG ein einmaliges und erstes Beratungsgespräch in einer Kanzlei, bei dem der Mandant möglichst alle relevanten Unterlagen mitbringen muss und die Rechtssache dann besprochen wird, sofern sie dafür nicht zu umfangreich und schwierig ist. Der Arbeitsaufwand des Anwalts muss dabei überschaubar bleiben. Es muss aber um Verständnis dafür gebeten werden, dass diese Gebührenreduzierung nicht vorgenommen werden kann, wenn im Rahmen von Prospekthaftungsansprüchen z. B. Prospekte mit sehr großem Umfang (z. B. 80 oder mehr Seiten) und evtl. zusätzlich aufwändige Gesellschaftsverträge auf Fehler oder unzulässige Klauseln untersucht werden müssen. Der Aufwand für die Kanzlei wäre dann unverhältnismäßig hoch. Sehr komplizierte Rechtsprobleme sind daher mitunter für eine Erstberatung nicht geeignet. Der Mandant sollte ferner immer prüfen, ob er überhaupt in den Besitz eines Verkaufsprospekts gelangt ist. Das ist leider in einer ganzen Reihe von Fällen nicht so. Manchmal wurden die Prospekte gar nicht an die Vertriebe herausgegeben und es wurde den Verkaufsmitarbeitern gesagt, die Kapitalanlagegesellschaft werde die Prospekte nach Zeichnung an die Anleger versenden. „Nachgeschobene“ Aufklärungen, Prospekte oder Vertragsbedingungen sind aber unbeachtlich, weil sie nach dem Vertragszeitpunkt erfolgten und daher nicht mehr Vertragsbestandteil werden können bzw. verspätet sind. Sie sind auch nicht zur gebotenen Beratung der Anleger geeignet, weil der Anleger vor Abschluss des Vertrages informiert werden muss. Mitunter haben besonders gutgläubige Anleger im Zeichnungsantrag mit ihrer Unterschrift sogar schriftlich bestätigt, einen Prospekt erhalten zu haben, obwohl dies tatsächlich nicht der Fall war. Es ist generell zweckmäßig, den Prospekt bei einem Beratungsgespräch in der Anwaltskanzlei bereits mitzubringen. Fehlt der Prospekt, kann man als Mandant ggf. im Internet recherchieren, ob jemand den Prospekt besitzt und zum Kopieren zur Verfügung stellt.

 

Gesichtspunkte eines bestehenden Rechtsschutzes bei Streitigkeiten im Bereich des Bank- und Kapitalanlagerechts:

 

Eine besondere Bedeutung im Bankrecht haben für rechtsschutzversicherte Mandanten auch sog. Umdeckungen oder Vertragsanpassungen (Umstellung auf neue Versicherungsbedingungen) von Rechtsschutzversicherern, bei denen gegenüber Versicherungskunden nicht ganz selten unter Verstoß gegen gesetzliche Beratungspflichten gemäß § 6 VVG Rechtsschutz- Neuverträge oder Anschlussverträge ohne eine Deckung für den Bereich Kapitalanlagerecht vermittelt werden, obwohl die Deckung für diesen Bereich vor der Änderung bzw. vor Austausch des Vertrages (und der ARB) beim Altvertrag des Kunden vorhanden gewesen war. In diesem Fall greift üblicherweise eine Beraterhaftung des Vertreters oder Maklers ein, wobei der Versicherer nur für den Vertreter haftet, nicht für den Makler.

 

Welche Qualifikation hat der Kanzleiinhaber auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalanlagerechts?

 

Der Kanzleiinhaber, Rechtsanwalt Dr. Ulrich Walter Stoklossa, ist seit mehr als 15 Jahren auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalanlagerechts tätig.

 

Er hatte im Studium das Wahlfach Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Bankrecht gewählt, in dem er auch die Examenshausarbeit zum 1. juristischen Staatsexamen zu schreiben hatte (Wechselrecht, Scheckrecht, Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, Vertragsrecht). Vor dem Studium, nämlich in den Jahren Herbst 1979 bis Anfang 1982, hatte er den Beruf des Bankkaufmanns erlernt. Dieser Beruf wurde auch in der ersten beruflichen Zeit nach dem 2. Staatsexamen (als Firmenkreditberater) und vor Aufnahme der Dissertation ausgeübt.

 

Erst praktische berufliche Kenntnisse eröffnen in den meisten Fällen die Möglichkeit, bankrechtliche und kapitalanlagerechtliche Vorgänge sowohl kaufmännisch als auch juristisch bewerten zu können. Zumeist wird nur ein juristischer Bearbeiter, der in der betreffenden Branche auch ausgebildet und dort mehrjährig tätig war, z. B. Effektivzinsangaben in einem Kreditvertrag rechnerisch überprüfen können, Tilgungspläne nachrechnen können oder z. B. Geschäftspläne oder Bilanzen mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen in Emissionsprospekten auf eine ökonomische Plausibilität hin überprüfen können. Diese Tätigkeiten sind oftmals kaufmännisch bzw. betriebswirtschaftlich geprägt. Solche Kenntnisse lassen sich kaum in theoretischen und zeitlich stark limitierten Weiterbildungskursen erlernen. Die möglichen Missgeschicke oder Fehlgestaltungen von Kapitalanlagegesellschaften, die zu einer Schieflage führen können, haben sehr oft betriebswirtschaftliche oder kaufmännische Ursachen.

 

Der Kanzleiinhaber ist Mitglied der ARGE Bank- und Kapitalmarktrecht des DAV. Er hat bereits bei der Gründungsversammlung dieser ARGE beim Anwaltstag in Freiburg im Jahr 2003 als eines von nur rund 80 Gründungsmitgliedern teilgenommen und besucht regelmäßig Weiterbildungsseminare auf dem Gebiet des Bankrechts. Die Kanzlei verfügt über umfangreiche bankrechtliche Literatur und elektronische Recherchesysteme.

 

Volkswirtschaftliche Bedeutung von Kapitalanlageschäden:

 

Der Gesetzgeber hat um die Jahrtausendwende den grauen Kapitalmarkt deutlich aufwerten wollen und das Maß der staatlichen Regulierung in diesem Bereich deutlich unterhalb das der Regulierung des klassischen Kapitalmarktrechts bzw. Bankrechts halten wollen. Man erinnere sich dabei nur an den damaligen sog. „neuen Markt“, der nach anfangs extrem hohen Spekulationsgewinnen ein sehr ausgeprägtes Debakel erlebte und geschlossen werden musste. Dabei sollten Anleger auch durch kurze Fristen bei der Spekulationssteuer zur Kapitalanlage motiviert werden. Bei einigen Regelungen nach dem Börsengesetz hat der Gesetzgeber den grauen Kapitalmarkt teilweise den börsennotierten Gesellschaften gleichstellen wollen, ohne dass dieser Wirtschaftsbereich die Sorgfaltsanforderungen von Banken erfüllen kann oder will. Teilweise mussten diese gesetzlichen Regelungen nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen werden. Angestrebt werden sollte damals der wirtschaftspolitische und ökonomische Zweck, wonach der graue Kapitalmarkt die Liquiditätsversorgung von kleinen und eventuell nur eingeschränkt kreditfähigen Unternehmen fördern soll und durchaus eine Art Wagniskapital für Unternehmen dort bereitstellen soll, wo eine übliche Kreditvergabe mangels ausreichender Sicherheiten, mangels ausreichender Rentabilität oder mangels ausreichender Liquidität nicht in Frage kommen konnte. Man erhoffte sich damals damit sogar eine Zunahme der allgemeinen Beschäftigung am Arbeitsmarkt. Die damals sehr hohen ökonomischen und politischen Erwartungen haben sich nicht annähernd erfüllt. Der volkswirtschaftliche Schaden vor allem im Bereich des „grauen Kapitalmarktes“ ist heute sehr umfangreich. Dies hat zu einer Klagewelle geführt, welche sehr deutlich auf den entsprechenden Fachkammern zahlreicher Gerichte lastet. Es gibt Oberlandesgerichte, bei denen Richter von Kammern für Versicherungsrecht bereits seit Jahren nur noch Verfahren im Kapitalanlagerecht bearbeiten. In dem Koalitionsvertrag der „GROKO“ aus Ende 2013 sind hier gesetzgeberische Änderungen für einen verbesserten Anlegerschutz im Bereich des grauen Kapitalmarkts vereinbart und angekündigt worden.

 

Empfehlenswerte Internetseiten (Links) zum Bank- und Kapitalmarktrecht:

 

Informationen zu verschiedenen Fonds und Investments enthalten die Internetseiten des SDK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V. (http://www.sdk.org). Auch die Seite Fondstelegramm (http://www.fondstelegramm.de) enthält Informationen zu Fonds, deren Entwicklung sowie Informationen zur Entwicklung einzelner in- und ausländischer Wirtschaftsbranchen. Die Seiten des DFI, Deutsches Finanzdienstleistungsinformationszentrum (http://www.dfi-report.de) enthalten ebenfalls Informationen zu Fonds und Branchenentwicklungen, die auch für Privatanleger interessant und geeignet sind. Die Seite der BAFin, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (http://www.bafin.de) befasst sich überwiegend mit aufsichtsrechtlichen Problemen, enthält aber teilweise auch Beiträge zu notleidenden und geschlossenen Fonds. Die Seiten der Stiftung Warentest (Finanztest) befassen sich vielfach mit der Qualität und dem Risiko von Kapitalanlegen und Versicherungspolicen, Finanztest bzw. Stiftung Warentest (http://www.test.de/geldanlage-banken/). Die Seite "Kapitalmarkt intern" befasst sich ebenfalls überwiegend mit Brancheninformationen zu Kapitalanlagen und verschiedenen Fonds (http://www.markt-intern.de). Das Gleiche gilt auch für die Seite "Finanztipp" (http://www.finanztip.de/#url). Mit dem den Produkten des grauen Kapitalmarkts und den aus diesem Bereich herrührenden Problemen einzelner Fonds befasst sich die Seite "Graumarktinfo" (http://www.graumarktinfo.de/gm/graumarktinfo.de). Mit Fragen nicht an der Börse gehandelter Kapitalanlagen und deren Verwertung bzw. Weiterveräußerung befasst sich die Seite "Zweitmarkt" für Fonds (http://www.zweitmarkt.de). Es wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Kanzlei keinerlei Haftung für den Inhalt dieser teils sehr umfangreichen Internetseiten übernehmen kann, zumal deren Inhalt ständig verändert und aktualisiert wird. Der Arbeitsaufwand einer „Überwachung“ solcher Seiten wäre nicht zu bewältigen.

 

Unter der Rubrik „Kapitalanlagefälle“, abgekürzt "Kapitalanlagefälle" der Homepage, Kopfzeile oben rechts, werden zahlreiche der aktuell in der Kanzlei in Bearbeitung befindlichen Kapitalanlagefälle kurz beschrieben, weil dies dem Mandanten evtl. eine schnelle erste Informationsverschaffung ermöglicht, ohne bereits eine Beauftragung, also Mandatserteilung gegenüber einem Anwalt durchführen zu müssen.

 

 

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