Rechtsanwalt Dr. jur. Ulrich Walter Stoklossa - Rechtsanwalt/Anwalt - Fachanwalt für Arbeitsrecht - Fachanwalt für Versicherungsrecht - Fachanwalt für Familienrecht
Rechtsanwalt Dr. jur. Ulrich Walter Stoklossa - Rechtsanwalt/Anwalt- Fachanwalt für Arbeitsrecht- Fachanwalt für Versicherungsrecht- Fachanwalt für Familienrecht   

Fachanwalt für Versicherungsrecht Würzburg, Aschaffenburg

Gerne werden wir für Sie in allen außergerichtlichen und gerichtlichen Rechtsangelegenheiten rund um das Versicherungsrecht tätig.

 

Die Tätigkeitsbereiche und Kompetenzbereiche der Kanzlei in diesem Bereich beziehen sich auf alle Rechtsbeziehungen und Ansprüche aus dem Vertragsverhältnis zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer.

 

Auch Fälle der Anbahnung des Versicherungsvertrages und eine damit verbundene Beratung im Hinblick auf den Abschluss des Versicherungsvertrages sind von unserem Tätigkeitsspektrum erfasst. Hier ist es so, dass mit der Novelle des VVG im Jahre 2008 die Haftungsnormen für Versicherer und Versicherungsvertreter neu geregelt worden sind. 

 

Welche versicherungsrechtlichen Tätigkeiten fallen in einer Fachanwaltskanzlei für Versicherungsrecht typischerweise an?

 

Oftmals anzutreffende praktische Aufgaben in der anwaltlichen Tätigkeit einer Kanzlei für Versicherungsrecht sind Schadenregulierungen, Überprüfungen zum Bestehen einer Eintrittspflicht des Versicherers sowie nicht selten Prüfungen zum Umfang der Eintrittspflicht des Versicherers, z. B. bei Ansprüchen aus der Unfallversicherung, ferner der Berufsunfähigkeitsversicherung, der Lebensversicherung, sowie der Krankentagegeldversicherung und der Sachversicherung.

 

Die Eintrittspflicht eines Rechtsschutzversicherers für einen Schadenfall ergibt sich maßgeblich aus den in der Police vorgesehenen vertraglichen Regelungen, teils auch aus den besonderen Bedingungen für den jeweiligen Versicherungsbereich, den allgemeinen Versicherungsbedingungen Versicherers (AVB) und dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG).

 

Ferner geht es in der Praxis zum Teil um vorvertragliche Anzeigepflichten des Versicherungsnehmers beim Vertragsabschluss, einzelne allgemeine und besondere Versicherungsbedingungen und Klauseln in Versicherungsverträgen und AGB, ferner Ausschlussklauseln, einfache Nichtleistung oder Verzug des Versicherers. Dies gilt besonders bei Schäden in der Unfallversicherung, in der Berufsunfähigkeitsversicherung und mitunter bei Forderungen aus der Krankentagegeldversicherung. Zum Tätigkeitsumfang eines Fachanwalts für Versicherungsrecht gehören auch Prüfungen zu eventuellen Obliegenheitsverletzungen des Versicherungsnehmers beim Vertragsschluss und im Schadenfall, sog. GefahrerhöhungenWiderrufsbelehrungen des Versicherers bei Abschluss des Vertrages und mögliche Regressforderungen von Versicherern gegenüber dem Versicherungsnehmer.

 

Die Qualifikation des Kanzleiinhabers:

 

Der Kanzleiinhaber, Rechtsanwalt Dr. Ulrich Walter Stoklossa, ist seit dem Jahr 2010, also seit mehr als 7 Jahren, Fachanwalt für Versicherungsrecht. Unsere Kanzlei betreibt 2 Zweigstellen. Dies führt auf diesem zivilrechtlichen Spezialgebiet naturgemäß zu mehr Erfahrung des anwaltlichen Bearbeiters.

 

Die Besonderheiten des Versicherungsrechts als zivilrechtliches Spezialgebiet sowie die typischen Problembereiche dieses Rechtsgebietes:

 

Das Versicherungsrecht ist eine spezifische Rechtsmaterie, welche nicht zur Pflichtausbildung im Rechtsstudium gehört und in der Praxis relativ kompliziert sein kann. Daher müssen sich Anwälte in dieses Rechtsgebiet normalerweise erst im Laufe der praktischen Anwaltstätigkeit vergleichsweise mühevoll einarbeiten.

 

Keine ständigen Vertragsbindungen oder vertragliche Abhängigkeiten unserer Kanzlei zu Rechtsschutzversicherern:

 

Die Kanzlei arbeitet bereits seit ihrer Gründung unabhängig von Vertragsbindungen zu Versicherern, insbesondere unabhängig von vertraglichen Bindungen zu Rechtsschutzversicherern, weil solche Bindungen zu Interessenkollisionen führen können. Derartige Vertragsbindungen können nicht nur dann problematisch sein, wenn der Mandant eine Rechtsschutzversicherung und eine Sach- oder Personenversicherung beim gleichen Versicherer abgeschlossen hat, sondern generell, wenn Mandate über Versicherer an Anwaltskanzleien geleitet oder vermittelt werden. In diesem Fall besteht grundsätzlich die Gefahr, dass die beauftragte Kanzlei nicht gegen das ökonomische Interesse des ihr ständig neue Mandanten vermittelnden Versicherers vorgehen will.

 

Das Versicherungsrecht hat umfangreiche gesetzliche und vertragliche Grundlagen

Bearbeitet werden in unserer Anwaltskanzlei unter anderem Ansprüche aus folgenden Bereichen des Versicherungsrechts:

                               

-Ansprüche aus der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU Versicherung)

-Ansprüche aus einer privaten Unfallversicherung

-Ansprüche aus einer Lebensversicherung

-Ansprüche aus einer Rechtsschutzversicherung

-Ansprüche aus Betriebsunterbrechungsversicherung

-Ansprüche aus der Feuerversicherung

-Ansprüche aus der Haftpflichtversicherung

-Ansprüche aus der privaten Krankenversicherung (PKV)

-Bezug von Krankengeld und Krankentagegeld

-Ansprüche aus einer Kreditausfallversicherung

-Ansprüche aus der Hausratsversicherung

-KFZ- Haftpflichtversicherung

-Reiserücktrittsversicherung

-Obliegenheitsverletzung des Versicherungsnehmers im Versicherungsfall

-Fehlerhafte Angaben des Versicherungsnehmers bei Vertragsschluss

-Haftpflichtregress des Versicherers

-Vertragsanfechtung des Versicherers

-Rücktritt des Versicherers vom Vertrag

-Beratungspflichtverletzung des Versicherers (anlassbezogene Beratung)

 

Welche spezifischen Herausforderungen bietet ein eigener Schadenfall oftmals für den Versicherungsnehmer?

               

Angesichts der sehr großen Anzahl von Privatversicherungsverträgen am Markt sind Schäden, welche eine Eintrittspflicht des Versicherers auslösen und damit auch Schadenregulierungsprobleme mit sich bringen können, folglich relativ häufig anzutreffen. Eine nicht ganz geringe Anzahl von Klauseln in Versicherungsverträgen, z. B. Ausschlussklauseln, vereinzelt auch Verjährungsklauseln, wurde bisher von den Gerichten wegen eines Verstoßes gegen die Maßstäbe des AGB- Rechts der §§ 305 ff. BGB für unwirksam erklärt. Es können am Markt von den zahlreichen Versicherern ständig neue Versicherungsklauseln, auch Ausschlussklauseln und Bedingungen geschaffen und erprobt werden, die dann bei den Gerichten aus konkretem Anlass, also anlässlich eines Schadenfalls „auf dem Prüfstand“ stehen müssen.

 

Probleme des Versicherungsrechts aus der Sicht des Versicherungsnehmers werden vielfach dadurch begünstigt, dass zwischen dem Versicherungsunternehmen und dem Versicherungsnehmer, aber auch gegenüber dem Versicherungsagenten bzw. dem Versicherungsvertreter, ein stark unterschiedlicher Kenntnisstand zu den Versicherungsbedingungen und Regelungen des Versicherungsrechts vorliegt. Der Versicherer ist hier naturgemäß deutlich im Vorteil, weil er die unterschiedlichen Vertragsgestaltungen und Bedingungen der Produkte selbst konzipiert hat und zumeist auch schon Erfahrungen in Gerichtsverfahren damit sammeln konnte. Oftmals kann der Versicherer auf seinen Tätigkeitsgebieten zahlreiche Einzelentscheidungen unterschiedlicher Gerichte, überwiegend der 1. Instanz „sammeln“, die nicht veröffentlicht worden sind, daher dem Versicherungsnehmer zumeist auch nicht bekannt sein können und manchmal auch divergieren, also voneinander abweichen.

 

Bei welchem konkreten Verhalten des Versicherers kann der Gang zum Fachanwalt für Versicherungsrecht sinnvoll sein?

 

Allgemein gesagt, ist immer dann der Gang zum Fachanwalt für Versicherungsrecht  sinnvoll, wenn der Versicherer ohne überzeugenden Grund beharrlich die Leistung verweigert, eine Leistungsablehnung nicht überzeugend begründet, mit seiner Leistung in Verzug ist, geschuldete Auskünfte nicht leistet, wiederholt oder beharrlich Unterlagen oder Angaben vom Versicherten einfordert, die von diesem nicht geschuldet sind, Vertragskündigungen oder Widerrufserklärungen des Versicherungsnehmers nach § 8 VVG nicht akzeptieren will, oder aber selber eine Vertragsanfechtung (z. B. nach § 19 VVG) erklärt, den Versicherungsvertrag anfechtet (§ 123 I BGB, § 22 VVG) oder den Versicherungsvertrag kündigt.

 

Auch wenn z. B. ein Schaden bzw. ein Anspruch besonders umfangreich oder kompliziert ist, sollte man sich durchaus auch schon vor der Schadenmeldung an einen Anwalt mit besonderen versicherungsrechtlichen Kenntnissen wenden. Dies liegt dran, dass bei größeren Schäden die Wahrscheinlichkeit einer Hinauszögerung oder Verweigerung der Versicherungsleistung in der Praxis spürbar zunimmt.

 

Ferner kann es Fälle von Regressforderungen von Seiten der Versicherer gegenüber Versicherungsnehmern, z. B. bei grober Fahrlässigkeit und bei vorhandener gesetzlicher Verpflichtung des Versicherers, an die geschädigte Partei zu zahlen, geben. Diese Rechtssachen sollte man unbedingt durch einen erfahrenen Fachanwalt für Versicherungsrecht prüfen lassen. Das Risiko der groben Fahrlässigkeit lässt sich bei vielen KFZ- Versicherungspolicen vertraglich ausschließen.

 

Im Bereich der Unfallversicherung ist sehr genau darauf zu achten, dass innerhalb einer 15-Monats-Frist ein ärztliches Attest (beweisbar) an den Versicherer geleitet worden ist, aus dem sich der Körperschaden oder die Invalidität erkennen lässt. Ansonsten wird der Versicherer von der Leistung frei. Diese Frist kann im Einzelfall, insbesondere bei einem unklaren und langen Genesungsverlauf unangenehm kurz sein. Eine andere Frage ist, ob der Versicherer gegebenenfalls auf diese kurze Frist in der Unfallversicherung hinweisen sollte oder muss. Das sollte, sofern das Problem vorliegt, genauer überprüft werden.

 

Wird die Schadenregulierung beim Versicherer durch oftmalige Anforderung weiterer und eventuell entbehrlicher Unterlagen verzögert?

 

Es ist leider nicht ganz selten anzutreffen, dass manche Versicherer im Schadenfall mit einer ständigen Nachforderung von teils nicht geschuldeten Unterlagen oder Nachweisen gegenüber dem Versicherten die Regulierung hinauszögern oder gar zum Erliegen bringen wollen. Grundsätzlich ist es aber so, dass der Versicherer diejenigen Unterlagen oder Angaben zum Schadenfall anfordern darf, welche zu einer umfassenden Einschätzung des Schadenfalls dienlich sein können. Dabei besteht aber immer ein gewisses Ermessen des Versicherers, z. B. auch Begleitumstände in einem Schadenfall zu erfahren und danach zu fragen.

 

Gab es bei früheren Umstellungen des Versicherungsvertrags auf neue Versicherungsbedingungen eine evtl. fehlerfreie Beratung zu den dadurch verursachten Änderungen des Versicherungsumfangs?

 

Problematisch sind oftmals Aktualisierungen der Versicherungsbedingungen oder Umdeckungen, vereinfacht gesagt, der „Austausch des Versicherers“, oder Anschlussverträge, wenn dem Versicherungsnehmer nicht mitgeteilt wird, dass der Neuvertrag oder Anschlussvertrag Ausschlussklauseln aufweist, die der Altvertrag so nicht aufgewiesen hatte. Das Problem ist in der Praxis relativ oft anzutreffen und ggf. ein schwerwiegender Beratungsfehler, der einen Schadenersatzanspruch des Versicherungsnehmers auslösen kann. Hier sollte man sich die Neufassung des § 6 VVG ab dem Jahr 2008 etwas genauer anschauen.

 

Oftmalige Modifizierung der Versicherungsbedingungen bei Neuabschluss oder Anpassung des Vertrags auf die aktuellen Versicherungsbedingungen:

 

Sämtliche Versicherungsbedingungen (z. B. AUB, BUZ, KHT, AHB, AKB, RLV) können von den Versicherern individuell gestaltet und als Allgemeine Geschäftsbedingungen vorformuliert werden. Es existieren daher eine Vielzahl von verschiedenen Bedingungen am Markt. Auch bei den Rechtsschutzbedingungen der Versicherer, die abgekürzte Bezeichnung lautet ARB, ist es so, wie bei allen Versicherungsbedingungen. Sie werden nicht mehr vom Gesetzgeber jeweils zugelassen und zuvor geprüft. Die Bedingungen in praktisch allen Versicherungssparten sind daher bei vielen Versicherern unterschiedlich gestaltet. Zudem werden diese Bedingungen bei Neuabschlüssen und sog. Aktualisierungen bzw. Umstellungen auf die neueren ARB ständig verändert und oftmals qualitativ „abgemagert“, manchmal aber auch unsinnig erweitert, z. B. beim Paket „Mediation Plus“, vor dem der DAV warnt, weil hier ein Mediationszwang besteht, was bei kurzen Klagefristen (z. B. Kündigungsschutzklage im Arbeitsrecht), Eilverfahren oder Beweissicherungsverfahren Schäden verursachen kann. Es gibt ein Landgerichtsurteil (des OLG Frankfurt a. M.), welches Klauseln mit einem solchen Mediationszwang unter Einschluss der Bestimmung des Mediators durch den Versicherer für AGB- widrig und unwirksam erklärt hat. Beeinträchtigt dürfte damit auch die freie Anwaltswahl gem. § 127 VVG sein. 

 

Die Kanzlei vertritt überwiegend Versicherungsnehmer und Versicherungsagenturen, in Einzelfällen auch Versicherer.

 

Internetseiten zum Versicherungsrecht:

 

Eine Internetseite, welche sich mit Themen des Versicherungsrechts befasst, ist die Seite der Arbeitsgemeinschaft für Versicherungsrecht des DAV (www.davvers.de). Interessante Informationen zum Versicherungsrecht enthält auch die Seite des Versicherungsombudsmanns (www.versicherungsombudsmann.de). Themen rund um das Versicherungsrecht enthalten auch die Internetseiten des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft, GDV (http://www.gdv.de/). Eine eigene Internetseite zum Versicherungsrecht unterhält auch der Bund der Versicherten (www.bundderversicherten.de/). Themen zu den zahlreichen verschiedenen Versicherungsprodukten und zum Versicherungsrecht enthält die Seite „Finanztipp“ (www.finanztip.de/versicherung/). Das Gleiche gilt für die Seite Justiz und Recht (www.justiz-und-recht.de/Rechtsgebiete/versicherungsrecht.html). Auch die Seite der Stiftung Warentest bzw. die Seite Finanztest enthält zahlreiche Tipps zu Versicherungen (www.test.de/versicherungen/).

 

 

 

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Weißenburger Straße 44
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